Fleischer Meister Erich Kritsch erzeugt Blut- und Leberwurst, Bratwürste eigenständig, Helga Kritsch verkauft vorne im Geschäft. Faszinierend ist dabei das Ineinandergehen der einzelnen Arbeitsabläufe. Die Phasen der Aktion und notwendige Wartezeiten sind extrem aufeinander abgestimmt, es wird so ein Rhythmus erzeugt zwischen dem Schütten von Blut, dem Kochen und Füllen der Würste in Därme, dem Aussortieren von Knochenmaterial und dem Sieden von purem Fett. Die Arbeit des Fleischhauers provoziert Fragen nach Vergänglichkeit: Haltbarmachung gegen die Verwesung und Tod – im Gegenzug dazu Lust und Genuss.
Mit dem Mittel extremer Nahaufnahmen erzeugt der Film „Meisterschaft“ eine barock - abstrakte Bilderwelt aus Blut, Gewürzen und Knochen. Die unglaublich ästhetischen Welten des Schneidermeisters und des Uhrmachers zwingen in eine andere Rhytmik des Schauens.