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ORF Oe1 Leporello am Di, 19. August 7.55 h (Beitrag 4min)
95. Geburtstag von Rudolf Schmitz
Augustin NR. 60, September 2000
Geburtstagsfeiern mit dem letzten Taenzer
Komm und sieh Rudyn
Ja, den Kraus und den Altenberg habe ich noch im Cafe Central belauscht. Da sind wir am Nebentisch gesessen und haben erfurchtsvoll zugehoert. Das haben die natuerlich bemerkt - und sie haben tatsaechlich lauter gesprochen fuer uns."
"Geschichten eines Taenzers aus Wien" ist der Untertitel des Films "Komm
und sieh Rudyn" von Friedemann Derschmidt. Der Aktionsradius
Augarten bietet Gelegenheit, die Lebensgeschichte eines Menschen
erzaehlt zu bekommen, die in unzaehlige kleine Geschichten zerfaellt,
die in sich wiederum die Geschichte des 20. Jahrhunderts enthalten.
Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz ist einer der letzten noch lebenden Kuenstler aus der Wiener Bluehtezeit von Kabarett, Variete und Revue. 1905 als Sohn von Textilhaendlern in Favoriten geboren, trat er als Grotesk-, Step- und Akrobatiktaenzer, als Schauspieler und Pantomime in den renommiertesten Revue- und Varietebuehnen im Wien der 20er Jahre auf. Aufgrund der drohenden antisemitischen Verfolgung durch die Nationalsozialisten ging er 1933 illegal in das damalige britische Protektorat Palaestina, wo er waehrend der Pionierzeit unzaehlige Berufe ausuebte. Im Zweiten Weltkrieg war er "stage manager" der "Sheiks of Araby", einer gemischten Gruppe aus Schauspielern, Taenzern und Komoedianten. Ihre Aufgabe war die Unterhaltung der alliierten Streitkraefte von Tunis bis Teheran.
Heute lebt Rudolf Schmitz / Werner Rudyn im 9. Wiener Gemeindebezirk. Er wird bei der Filmvorfuehrung anwesend sein, ebenso wie der Kuenstler, der ihn portraitierte: Friedemann Derschmidt (der AugustinleserInnen auch als Initiator des Kunstprojekts "Permanent Preakfast", siehe "Ausgabe Nr. 57," bekannt ist). Und nach dem Film wird im Aktionsradius gefeiert: Rudyn ist 95!
Falter 21/00
FILM Neu im Kino
Komm und sieh Rudyn (Oe 1999)
R: Friedemann Derschmidt, Walter Pucher. Ein Portrait des heute 95 jaehrigen Rudolf Schmitz, der im Wien der Zwanziger unter dem Namen (Werner) Rudyn als Taenzer und Schauspieler Karriere machte, 1933 nach Palaestina emigrierte, waehrend des Weltkriegs mit den "Sheiks of Araby" vor den alliierten Truppen auftrat, 56 nach Oesterreich zurueckkehrte und fast zwanzig Jahre in der Verwaltung des OeGB arbeitete. Eine wohltuend unpraetentioese Videodokumentation, die aus der Gespraechsituation heraus den Charme des gewitzten Erzaehlers Rudyn gut herueberbringt. - Not to be missed. Schikaneder
FILM Empfohlen Komm und sieh Rudyn (im Schikaneder)
Der Standard, 23. Juni 2000
Neu im Kino
OeGB Ein Portraet des 95-jaehrigen Oesterreichers Rudolf Schmitz haben Friedemann Derschmidt und Walter Pucher mit Komm und sieh Rudyn angefertigt: Schmitz erzaehlt mit viel Charme von seiner Taetigkeit als Taenzer in den 20ern, seiner Emigration nach Palaestina und schliesslich, nach seiner Rueckkehr, von seiner lange waehrenden Arbeit beim OeGB.
Schikaneder, 5., Margaretenstr. 24, 585 28 67. 18.30
D. Kamalzadeh
Falter 21/00 +Foto
STREIFENWEISE
No budget aus Favoriten. Dort wurde 1905 der Taenzer, Schauspieler, Akrobat Rudolf Schmitz gebohren, der sich in den Zwanzigern als Rudi Rudyn, der "Mann aus Gummi und Stahl", einen Namen machte. Friedemann Derschmidts und Walter Puchers Filmportrait "Komm und sieh Rudyn" zeichnet das bewegte Leben des zur Zeit der Dreharbeiten bereits 93-Jaehrigen nach, der 1933 nach Palaestina emigrierte, 1942 in die britische Armee eintrat, sein artistisches Koennen in den Dienst der Truppe stellte, 1956 nach Wien zurueckkehrte und Buchhalter des OeGB wurde. Seinen Erfolg verdankt der vergangenes Jahr uraufgefuehrte Film nicht zuletzt dem Charisma seines Erzaehlers - beim regulaeren Kinostart (am 23.6., 18 Uhr, im Schikaneder) wird Herr Rudyn auch persoenlich anwesend sein.
Oe 1, 30.4.1999 (45 Minuten)
Menschenbilder: Rudolf Schmitz
Gestaltung: Heinz Janisch. Rudolf Schmitz, der heute 93jaehrig in einem Pensionistenheim in Wien lebt, trat im Wien der 20er Jahre in den renomiertesten Revuetheatern und Varietees auf. 1933 fluechtete er vor den Nazis in das damalige britische Protektorat Palaestina. Im Zweiten Weltkrieg wurde er "stage manager" der "Sheiks of Araby", einer Gruppe aus Schauspielern, Taenzern und Komoedianten. 1956 kehrte Rudolf Schmitz nach Wien zurueck. In diesem Radioportrait erinnert er sich an die vielen Stationen seines Lebens.
Der Standard / watchlist 27.4.1999
Tanz Wien
FILM Komm und sieh Rudyn (knei) Freidemann Derschmidt und Walter Pucher haben das aufregende Leben und die Geschichten eines Tœnzers aus Wien filmisch aufgerollt. Rudolf Schmitz, geb. 1905, alias Werner Rudyn, ist einer der letzten noch lebenden Kuenstler aus
der Bluetezeit von Kabarett, Varieté und Revue. Zur Musik von Volkmar Klien und Marcus Ratka tanzen Michael Klien und Nick Mortimore.
Literaturhaus, 7., Seidengasse 13, 19.00
ORF Seitenblicke 20.3.1999 Fernsehbeitrag (6 Minuten)

Falter 11/1999 +Foto
Mann aus Gummi
FILM Der Film " Komm und sieh Rudyn" ermoeglicht die Wiederentdeckung eines Grossen des Wiener Kabaretts. Michael Omasta
Seinen Namen sucht man in den Anthologien uebers Wiener Kabarett der zwanziger Jahre meist vergebens, obwohl er seinerzeit eine lokale Beruehmtheit war: Rudolf Schmitz alias Werner Rudyn, Lebenskuenstler aus Berufung und Taenzer, Akrobat, Schauspieler von Beruf. Seine Wiederentdeckung verdankt sich einem Zufall. Friedemann Derschmidt lernte den heute 94 jaehrigen Wiener kennen, als er in einem Altersheim seinen Zivildienst antrat. Resultat dieser Begegnung ist das Filmportrait "Komm und sieh Rudyn" (Co-Regie: Walter Pucher), in dem der Titelheld sein bewegtes Leben noch einmal Revue passieren laesst.
Die Erinnerung arbeitet selektiv, in einzelnen Geschichten, die historische Ereignisse zu einer sehr persoenlichen Chronik des 20. Jahrhunderts addierten. Rudyn ist mit seinen jungen Interviewpartnern per du, ein gewitzter Erzaehler und Conferencier eines Lebens, dessen Weg der Nationalsozialismus zu einem grossen Teil vorherbestimmt hat. 1933 emigrierte er nach Palaestina und schlug sich dort mit Gelegenheitsjobs, alsTruppenbetreuer fuer die Alliierten und nach dem Krieg als Freiwilliger bei der Haganah, einer Schutzorganisation der juedischen Siedler, durch. Mitte der fuenfziger Jahre kehrte er zusammen mit seiner Frau nach Wien zurueck und machte hier - ueber Vermittlung eines Schulfreundes - noch einmal Karriere - als Gewerkschafter und schliesslich Bilanzbuchhalter des OeGB. "Komm und sieh Rudyn" lebt vom Charisma seines Erzaehlers, die eigens fuer den Film komponierte Musik und das ueberwiegend aus Privatbesitz stammende Bildmaterial sind ganz dem Gespraechsfluss untergeordnet. Ein klares, stimmiges Konzept, denn Rudyn selbst "illustriert", wann immer noetig, das Gesagte. Beispielsweise, wenn er ueber sein Engagement in "Sodom und Gomorrha" spricht. Der Film wurde 1922/23 an den Ziegelteichen in Oberlaa gedreht, die Statisterie ging in die Tausende und war fuer das biblischeVolksgesmurmel zustaendig: "Rhabarberrhabarber ..." Oder wenn er, schon hochbetagt, zwei Kollegen eine jener Schrittkombinationen veranschaulicht, die ihm einst den Beinamen "Der Mann aus Gummi und Stahl" eintrugen.
Zwei-, dreimal gibt es ein paar Sekunden schwarzfilm, waehrend der man nur Rudyns Stimme hoert. Das mag technische Ursachen haben oder auch bewusst als Pause gesetzt sein, jedenfalls macht es einem bewusst, wie lueckenhaft die Glanzzeit des Varietes in Wien dokumentiert, wie bald man hier mit den Bildern am Ende ist. "Komm und sieh Rudyn" ist vielleicht kein grosser Film, als Oral-History-Projekt ueberzeugt Derschmidts Arbeit aber umso mehr.
Der Standard / watchlist 19.3.1999
Tanz Wien
FILM Komm und sieh Rudyn (knei) Friedemann Derschmidt und Walter Pucher haben das aufregende Leben und die Geschichten eines Taenzers aus Wien filmisch aufgerollt. Der 1905 geborene Rudolf Schmitz, besser bekannt unter dem Namen Werner Rudyn, ist einer der letzten noch lebenden Kuenstler aus der Bluehtezeit von Kabarett, Variete und Revue. In den 20er Jahren reuessierte er als Grotesk-, Step- und Akrobatiktaenzer, als Schauspieler und Pantomime. Rondell, 1., Riemergasse 11, 503 70 09. Wiederholung am 20.3. 20.00
Kurier, 12. Maerz 1999
FILM Im Rondell: "Komm und sieh Rudyn" Das ehemalige Rondell-Kino und kuenftige "Porgy & Bess" erinnert an seine glanzvolle Vergangenheit und zeigt bis 20. Maerz (tgl. 20 Uhr) die 80-Minuten Doku "Komm und sieh Rudyn", die Geschichte des heute 93jœhrigen Grotesk-, Step- und Akrobatik-Taenzers Rudolf Schmitz. Info und Karten: Tel.: 0699/2012 6035.
Neue Zeit 5. Maerz 1999 + Foto
"Komm und sieh Rudyn"
Wien. Rudolf Schmitz, 1905 in Wien - Favoriten geboren, war in den zwanziger Jahren Grotesk-, Step- und Akrobatiktaenzer an Wiener Revue- und Varietebuehnen. 1933 emigrierte er nach Palaestina. Friedemann Derschmidt und Walter Pucher haben ein filmisches Portrait ueber den Lebenskuenstler gestaltet, der nun in einem Altersheim in Wien lebt. Der Film laeuft von 10. bis 20. Maerz im Wiener Rondell.
Die Auswahl des Veranstaltungsorts war kein Zufall: Im Rondell ist der Kuenstler schon vor 70 Jahren aufgetreten - auch im Ronache, im Apollo, in der "Hoelle" und beim Leicht. Nach seiner Emigration wurde er im britischen Protektorat Palaestina Soldat. Als "Rudy Rudyn" unterhielt er britische und US Truppen, tantzte fuer den Schah von Persien und reiste mit der Gruppe "Sheiks of Araby" von Tunis bis Theheran. Seit 1956 lebt Schmitz wieder in Wien. Die Filmemacher Derschmidt und Pucher wollten den Schauspieler im Portrait als "Selbstdarsteller, der er zeitlebens war" zeigen. Bei der Premiere am Mittwoch, dem 10. Maerz (20.00 Uhr), wird der 93 jaerige persoenlich anwesend sein. Ebenfalls dabei: Hans Daffke und das Solonorchester Alhambra.
City Nr. 9 / 1999
CINEMASCOPE
Komm und sieh Rudyn
Flimportrait, Oe 1999
Idee und Projektleitung: Friedemann Derschmidt. Komm und sieh Rudyn - ein filmisches Portrait des heute 93jaerigen Taenzers und Schauspielers Werner Rudyn, der mit seinen pointierten Geschichten rund um Variete - und Kabarettszene, die Emigration, den Krieg und die Rueckkehr nach Wien die Geschichte unseres Jahrhunderts skizzierte - zeigen Friedemann Derschmidt und Walter Pucher vom 10. bis 20. Maerz im ehemaligen Rondell. Der Premierenort wurde nicht zufaellig ausgeswaehlt: Bereits vor mehr als 70 Jahren trat Rudyn in den Raeumlichkeiten des ehemals verruchten Etablissement auf.
Die Presse, Schaufenster 4.3.1999 +Foto
Rondell
Der Tanz, ein Leben
(1., Riemergasse): Die Geschichte des heute 93 jaehrigen Taenzers und Schauspielers Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz (im Bild mit Stella Frankl, ca. 1925) wird in dem filmischen Portrait von Friedemann Derschmidt und Walter Pucher auch zu einer Geschichte dieses unseres Jahrhunderts. Der Film "Komm und sieh Rudyn" kreist dabei um die Wiener Variete- und Kabarettszene der 20er Jahre und folgt dem vielseitigen Buehnenmenschen Rudyn auf seinen Stationen von Emigration, Krieg und Rueckkehr nach Wien. Nicht zufaellig ist das Rondell Premierenort: denn vor mehr als 70 Jahren trat Rudyn in diesen Raeumlichkeiten (damals "Arenabuehne") auf. 10.3., 20Uhr: Filmvorfuehrung in Anwesenheit Rudyns, sowie Musik der 20er mit Hans Daffke und dem Salonorchester Alhambra u.a. Weitere Vorfuehrungen 11. - 20.3, 20 Uhr
Welser Rundschau 23.09.1998
... Die Essenz ist ein zutiefst menschliches Porträt, dokumentiert
mit Wandtafeln, Collagen und Plakaten. Vorallem ist es die präzise,
bildreiche Erzählung über eine untergegangene Welt,
die Geschichte eines Mannes, der resümiert wie es war und
was - um Himmels Willen - nie wieder sein darf.
Michaela Peterstorfer,

... In dem Film "Komm und sieh Rudyn" gelingt Friedemann
Derschmidt und seinem Team, ein filmisches Erinnerungsportrait
eines Wiener Tänzers, das auch ganz allgemeingültiges
über die Geschichte der Stadt erzählen kann. ...
Dr. Karl Albrecht-Weinberger
Direktor
DIAGONALE'99
... Wir freuen uns, Ihnen mitzuteilen, daß KOMM UND SIEH
RUDYN im Rahmen unserer Jahresfilmschau in Graz präsentiert
werden soll. ...
Christine Dollhofer Constantin Wulff,
Intendaz Diagonale
Komm und sieh Rudyn erhielt den Preis der Anni und Heinrich
Sussmann-Stiftung 1998
wunderbar gemacht, wir würden gerne mehr so
interessante seiten im internet sehen gratulation
gerardo wolf perez
tanz affiche
eMail 05.03.1999
Ich möchte Ihnen für das großartige Design ihrer Internetseiten
gratulieren, so etwas gibt es selten. Ich mußte unbedingt einen
Link in meine Homepage zu der Seite von RUDYN herstellen. Meinen
Glückwunsch!
Peter
Fischer, Payerbach - eMail 09.03.1999
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