Rückblick:
10. März 2001 im Porgy & Bess
Komm und sieh Rudyn -
2 Jahre nach der Premiere
am selben Ort
17. September 2000 95. Geburtstag von Rudyn -
Fest!
Dienstag, 19. September
Aktionsradius Augarten
1200 Wien, Gaussplatz
Komm und sieh Rudyn - "Geschichten eines Tœnzers aus Wien"
ist der Untertitel dieses Films von Friedemann Derschmidt und Walter
Pucher.
Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz ist einer der letzten noch lebenden
Künstler aus der Wiener Blütezeit von Kabarett, Varieté und Revue. 1905
als Sohn von Textilhœndlern in Favoriten geboren, trat er als Grotesk-,
Step- und Akrobatiktœnzer, als Schauspieler und Pantomime in den renommiertesten
Revue- und Varietébühnen im Wien der 20er Jahre auf. Aufgrund der drohenden
antisemitischen Verfolgung durch die Nationalsozialisten ging er 1933
illegal in das damalige britische Protektorat Palœstina, wo er wœhrend
der Pionierzeit unzœhlige Berufe ausübte. Im Zweiten Weltkrieg war er
stage-manager der "Sheiks of Araby", einer gemischten Gruppe aus Schauspielern,
Tœnzern und Komödianten. Ihre Aufgabe war die Unterhaltung der alliierten
Streitkrœfte von Tunis bis Teheran. Heute lebt Rudolf Schmitz / Werner
Rudyn im 9. Wiener Gemeindebezirk. Er wird bei der Filmvorführung anwesend
sein, ebenso wie der Künstler, der ihn portrœtierte: Friedemann Derschmidt.
Und nach dem Film wird im Aktionsradius gefeiert: Rudyn ist 95!
Von 23. Juni 2000 bis 6. Juli 2000 wurde der Film im Schikaneder
- Kino in Wien gezeigt.
Friedemann Derschmidt und Walter Pucher zeigten vom
10. bis 20. Mœrz im ehemaligen Rondell das filmische Portrait des heute
93-jœhrigen Tœnzers und Schauspielers Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz,
der mit seinen pointierten Geschichten rund um die Varieté- und Kabarettszene,
die Emigration, den Krieg und die Rückkehr nach Wien, in launisch epischem
Bogen eine - seine - Geschichte unseres Jahrhunderts skizziert.
Nicht zufœllig wurde das ehemalige Rondell als Premierenort
ausgewœhlt. Bereits vor mehr als 70 Jahren trat "Werner Rudyn" in diesen
Rœumlichkeiten ("Arenabühne") auf. Das Rondell - in nœchster Zukunft
wird dort ein Jazzclub eröffnet - befindet sich zur Zeit in einem "skelettierten"
Zustand, der die ursprüngliche Baustruktur des Theaters wunderschön
sichtbar macht.
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