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Bereits im Zuge der Vorgespräche mit Rudolf Schmitz
wurde klar, daß es sich bei vorliegender Arbeit weniger um ein Interview,
als um ein Portrait eines Selbstdarstellers (der er zeitlebens war und
bis heute ist) handeln wird.
Die Gesprächssituation mußte weniger der von
Interviewenden und Interviewtem als der eines Erzählers vor aktiv
Zuhörenden entsprechen. Die Herausforderung: den Erzähler
zum Verharren in Themenbereichen und Zeitabschnitten zu animieren, ohne
die Metrik der übergreifenden Erzœhlung zu stören; bei aller
nötigen gewichtenden Einflußnahme, wie z.B. zur Verwebung der Geschichten
mit dem historisch-politischen Konnex, formaler Bearbeitung u.a., dem
Geist des Erzählers Rechnung zu tragen.
Immer wieder auftauchende kurze Animationssequenzen
(hauptsœchlich basierend auf der privaten Fotosammlung Rudolf Schmitz')
und die Filmmusik von Volkmar Klien und Marcus Ratka ergeben Stimmungen
des jeweiligen Lebensabschnitts.
Ein grundlegendes Thema dieses Portraits ist der
Umgang mit Erinnerung und Erinnerungsstrukturen.
Gemeinsam mit Karin Schneider und Hedy Pescha arbeitet
Friedemann Derschmidt zur Zeit unter dem Titel "Altes Haus" an einer
filmischen Darstellung von Erzähl- und Erinnerungsstrukturen rund
um die Geschichten einer heute 94-jährigen Frau und des Zinshauses,
in dem sie seit ihrer Geburt lebt.
Kamera: Jo Schmeiser; Walter Pucher
Ton: Volkmar Klien
Recherche: Karin Schneider
Postproduktion: ZONE, Institut
für Medien Kunst und Dokumentation
Musik: Volkmar Klien, Marcus Ratka
Tanz: Nick Mortimore; Michael Klien
Regie: Friedemann Derschmidt; Walter Pucher
Idee & Projektleitung: Friedemann Derschmidt
Organisation Filmpräsentation:
Wolfgang Brunner
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