Das Event Friedemann Derschmidt und Walter Pucher zeigen vom 10. bis 20. März im ehemaligen Rondell das filmische Portrait des heute 93-jährigen Tänzers und Schauspielers Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz, der mit seinen pointierten Geschichten rund um die Varieté- und Kabarettszene, die Emigration, den Krieg und die Rückkehr nach Wien, in launisch epischem Bogen eine - seine - Geschichte unseres Jahrhunderts skizziert. 1905 als Sohn von Textilhändlern in Wien Favoriten geboren, tritt er als Grotesk-, Stepp- und Akrobatiktänzer, als Schauspieler und Pantomime in den renomiertesten Revue- und Varietébühnen im Wien der 20er Jahre auf. Wegen des stärker werdenden Nationalsozialismus emigriert er 1933 illegal nach Palästina, wo er während der Pionierzeit unzählige Berufe ausübt. Im zweiten Weltkrieg ist er stage - manager der Schauspieler-, Tänzer- und Komödiantengruppe "sheiks of araby". Ihre Aufgabe war die Unterhaltung der alliierten Truppen von Tunis bis Teheran. In dieser Zeit tanzt er auch für König Faruk in Ägypten und den Schah von Persien. Nicht zufällig wurde das ehemalige Rondell als Premierenort ausgewählt. Bereits vor mehr als 70 Jahren trat "Werner Rudyn" in diesen Räumlichkeiten ("Arenabühne") auf. Das Rondell - in nächster Zukunft wird dort ein Jazzclub eröffnet - befindet sich zur Zeit in einem "skelettierten" Zustand, der die ursprüngliche Baustruktur des Theaters wunderschön sichtbar macht. Eröffnungsevent: 10. März 20 Uhr: Filmvorführung in Anwesenheit von Rudolf Schmitz-Rudyn Hans Daffke mit Musikern des Salonorchester Alhambra (Musik der 20er Jahre) boris sinclair hauf - project: RaumKlangImprovisation von der Galerie Fest mit Schau - Einlagen (Magier, Steptänzer...) Eintritt: öS 120,- (ös 100,-) weitere Vorführungen: 11. - 20. März täglich 20.00 Uhr Eintritt: öS 100,- (öS 80,-) DIAGONALE Graz 17. März 16h Schubertkino (weitere Aufführung 21. März) Weitere Informationen: Institut für Kulturkonzepte / Karin Wolf Tel: 01 / 58 53 999