Komm und sieh Rudyn - Rudolf Werner Menachem Schmitz-Rudyn erzählt Ein filmisches Portrait Video, 80 Minuten, Farbe tw. S/W Der Tänzer und Schauspielers Werner Rudyn alias Rudolf Schmitz, skizziert mit seinen pointierten Geschichten rund um die Varieté- und Kabarettszene, die Emigration, den Krieg und die Rückkehr nach Wien, in launisch epischem Bogen eine - seine - Geschichte unseres Jahrhunderts. Bereits im Zuge der Vorgespräche mit Rudolf Schmitz wurde klar, daß es sich bei vorliegender Arbeit weniger um ein Interview, als um ein Portrait eines Selbstdarstellers (der er zeitlebens war und bis heute ist) handeln wird. Die Gesprächssituation mußte weniger der von Interviewenden und Interviewtem als der eines Erzählers vor aktiv Zuhörenden entsprechen. Die Herausforderung: den Erzähler zum Verharren in Themenbereichen und Zeitabschnitten zu animieren, ohne die Metrik der übergreifenden Erzählung zu stören; bei aller nötigen gewichtenden Einflußnahme, wie z.B. zur Verwebung der Geschichten mit dem historisch-politischen Konnex, formaler Bearbeitung u.a., dem Geist des Erzählers Rechnung zu tragen. Immer wieder auftauchende kurze Animationssequenzen (hauptsächlich basierend auf der privaten Fotosammlung Rudolf Schmitz´) und die Filmmusik von Volkmar Klien und Marcus Ratka ergeben Stimmungen des jeweiligen Lebensabschnitts. Ein Grundlegendes Thema dieses Portraits ist der Umgang mit Erinnerung und Erinnerungsstrukturen. Zur Zeit arbeitet Friedemann Derschmidt gemeinsam mit Karin Schneider und Hedy Pescha unter dem Titel "Altes Haus" an einer filmischen Darstellung von Erzähl- und Erinnerungsstrukturen rund um die Geschichten einer heute 94-jährigen Frau und des Zinshauses, in dem sie seit ihrer Geburt lebt. Kamera: Jo Schmeiser; Walter Pucher Ton: Volkmar Klien Recherche: Karin Schneider Postproduktion: ZONE, Institut für Medien Kunst und Dokumentation Musik: Volkmar Klien, Marcus Ratka Tanz: Nick Mortimore, Michael Klien Regie: Friedemann Derschmidt; Walter Pucher Idee & Projektleitung: Friedemann Derschmidt Organisation Filmpräsentation: Wolfgang Brunner