{"id":1648,"date":"2012-12-01T09:00:51","date_gmt":"2012-12-01T09:00:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.twofamilyarchives.com\/derschmidt\/?p=1648"},"modified":"2018-11-01T10:39:15","modified_gmt":"2018-11-01T10:39:15","slug":"conserved-memory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2012\/12\/01\/conserved-memory\/","title":{"rendered":"Conserved Memory"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<div id=\"viewerContainer\" tabindex=\"0\">\n<h3 class=\"canvasWrapper\">Abstrakt:<\/h3>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<div>Das Projekt &#8222;<a href=\"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2012\/12\/01\/conserved-memory\/\" target=\"_blank\">Conserved Memory<\/a>&#8220; analysiert verschiedene Prozesse der Erinnerungspolitik von verschiedenen<\/div>\n<div>Erfahrungshintergr\u00fcnden aus. &#8222;<a href=\"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2012\/12\/01\/conserved-memory\/\" target=\"_blank\">Conserved Memory<\/a>&#8220; baut auf den Forschungsergebnissen des Projektes <a href=\"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2017\/09\/27\/memscreen-an-art-based-archive-of-translation-and-narration\/\">MemScreen<\/a> auf, das im Rahmen des PEEK Programmes 2011-2013 durchgef\u00fchrt wird. Wir verstehen \u00d6sterreich als ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie Erinnerungspolitik im Entstehen begriffen ist. Wir schlagen dabei vor, diesen Prozess als einen des Geschichtenerz\u00e4hlens und Bilderproduzierens zu begreifen. In diesem Prozess ist die Frage &#8222;wer spricht&#8220; und &#8222;wer h\u00f6rt dabei zu&#8220; \u2013 welche Geschichte wird als g\u00fcltige verhandelt \u2013 grundlegend.<\/div>\n<div>In unserem Ansatz geht es uns weniger darum, in die Tiefe historischer Geschehnisse zu graben als zu verstehen, wie diese &#8222;Grabungen&#8220; sich zeigen und wie die Vergangenheit die Gegenwart konfiguriert. Unsere generelle Frage ist: Wie formt die \u00f6sterreichische Geschichte die Gegenwart? Dies f\u00fchrt uns zu der Metafrage der Bedingung von Vergangenheit und Gegenwart und danach, wie diese funktioniert.<\/div>\n<div>Wir wollen dabei zeigen und untersuchen wie und ob Kunst die Potenziale hat, mit diesem Gap zwischen Vergangenheit und Gegenwart umzugehen. Insofern werden in diesem Projekt k\u00fcnstlerische Methoden entwickelt, das Pers\u00f6nliche mit dem Politisch-Kollektiven zu verbinden und die &#8222;\u00d6sterreichische Traumafabrik&#8220; zu verstehen. Die von uns entwickelten Methoden schreiben sich in jene der Oral History ein, bringen sie etwas durcheinander, bereichern und verschieben sie und entwerfen eine M\u00f6glichkeit, Geschichtsforschung mit dem Alltag zu verbinden. Ein Ergebnis werden Ausstellungen sein, die ihrerseits Forschungsstationen daf\u00fcr sind, wie der Kontext sich auf die Betrachtung einer k\u00fcnstlerischen Arbeit auswirkt.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div>\n<hr \/>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<h3>Endbericht:<\/h3>\n<div><\/div>\n<div>\n<div>Das Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2012\/12\/01\/conserved-memory\/\" target=\"_blank\">Conserved Memories<\/a>\u201c hatte sich die Aufgabe gestellt, k\u00fcnstlerische Methoden zu entwickeln, die das Konzept der \u201ekollektiven Erinnerung\u201c als Praxis einer permanenten \u2013auch visuellen- Aushandlung des \u201eErinnerung machens\u201c analysieren.<\/div>\n<div>Gearbeitet wurde dabei auf drei, aufeinander verweisenden gesellschaftlichen Ebenen -auf der der Praxis des individuellen Erinnerung-Machens, der Praxis der Inszenierung von Familienged\u00e4chtnissen und unterschiedlicher Verb\u00e4nde der Civil Society und auf der der Praxis nationaler Inszenierungen im Rahmen musealer Sammlungen. Es konnte gezeigt werden, dass diese Ebenen sich tats\u00e4chlich wechselseitig bedingen, und zwar hin bis zur jeweiligen Einschleusung normativ wirkender Sachverhalte. Die am Projekt beteiligten ForscherInnen hatten sich unterschiedliche \u201eF\u00e4lle\u201c zum Thema gemacht, wobei als gemeinsame Klammer der erinnerungspolitische \u201eSonderfall\u201c \u00d6sterreich als ehemaliger NS T\u00e4terstaat diente. Das Thema Erinnerung erschien in diesem Fall besonders ambivalent, stilisierte sich das offizielle \u00d6sterreich doch selbst lange Zeit als \u201eerstes Opfer\u201c und erwies sich damit als besonders produktiv in der Herstellung einer \u201ekollektiven Nicht-Erinnerung\u201c.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Wie und an welchen Stellen dieses Narrativ immer wieder herausgefordert und rekonfiguriert wurde war dabei eine der Fragen von \u201e<a href=\"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/2012\/12\/01\/conserved-memory\/\" target=\"_blank\">Conserved Memories<\/a>\u201c. Entlang der Richtlinien von PEEK lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines Sets kunstbasierter Methoden. Dieses wurde in unterschiedlichen Kontexten (Ausstellungen, partizipativen Workshops) entworfen und zugleich getestet, wobei die Frage leitend war, ob es behilflich sein w\u00fcrde, ein anderes Sprechen, ein verantwortungsvolles Sprechen, eine andere Erinnerung und damit eine neue Weise von Ged\u00e4chtnis-Konfigurationen zu erzeugen. Dieses methodische Set bezog sich auf die Generierung von Erinnerungserz\u00e4hlungen (Oral History) und die M\u00f6glichkeiten ihrer Darstellungen bzw. Vermittlungen. Diese methodischen Verfahren bewegten sich jeweils im Rahmen einer kuratorischen Recherche zu M\u00f6glichkeiten und Grenzen des Zeigbaren, die wesentlich zur Grundlagendebatte des Museumsformats Historische Sammlung geh\u00f6rt. Der Schwerpunkt der Recherche lag auf den problematischen Facetten von Sammlungen, beispielgebend war die menschliche Sch\u00e4delsammlung im Naturhistorischen Museum Wien. Eine neue photographische Darstellung dieser Sammlung sollte wie ein Meta-Archiv die Diskussion zum Umgang mit human remains ansto\u00dfen. Die Verbindung der unterschiedlichen Ebenen des Projekts erwies sich trotz der gemeinsamen inhaltlichen Klammer als sehr herausfordernd. Es gab eine gro\u00dfe Anzahl an Kontaktpersonen und Verantwortlichen, mit denen es galt, die Bedingungen f\u00fcr die jeweiligen Projekte auszuhandeln, festzulegen und umzusetzen, wobei nicht selten \u201eim vollen Galopp\u201c umgeplant werden musste.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Dabei erzeugten gerade auch scheiternde Prozesse interessante Aufschl\u00fcsse und so kann von einer erfolgreichen Durchdringung der Fragestellung gesprochen werden. Dabei hinterl\u00e4sst uns der Gesamtprozess keine geringe Menge an wertvollen Materialien zur weiteren Erschlie\u00dfung und Diskussion. In einem grunds\u00e4tzlichen Sinne besteht das Ergebnis des Projektes darin, Leitlinien f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von arts based research Projekten und workshops zum Thema Erinnerungskultur skizziert zu haben.<\/div>\n<div id=\"mainContainer\"><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"outerContainer\">\n<div id=\"mainContainer\"><\/div>\n<\/div>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abstrakt: Das Projekt &#8222;Conserved Memory&#8220; analysiert verschiedene Prozesse der Erinnerungspolitik von verschiedenen Erfahrungshintergr\u00fcnden aus. &#8222;Conserved Memory&#8220; baut auf den Forschungsergebnissen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1649,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false},"version":2}},"categories":[70],"tags":[195,281,286,277,283,287,194,74,279,285,72,280,78,284,88,278,71,282],"class_list":["post-1648","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-research-projects","tag-anna-szoke","tag-austrias-politics-of-history-and-memory","tag-collective-family-memory","tag-conserved-memory","tag-culture-of-memory","tag-doing-memory","tag-elisabeth-samsonow","tag-friedemann-derschmidt","tag-fwf","tag-individual-memory","tag-karin-schneider","tag-memory","tag-memscreen","tag-nazi-perpetrators","tag-niko-wahl","tag-peek","tag-tal-adler","tag-viennas-natural-history-museum"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.twofamilyarchives.com\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2018\/11\/Minister_ConservedMemory.jpg?fit=2102%2C1222&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pdXCWQ-qA","jetpack_likes_enabled":true,"jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1648"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1648\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1653,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1648\/revisions\/1653"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1649"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.derschmidt.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}