His Story

In der Videoarbeit „His Story“ erzählen Shimon Lev und Friedemann Derschmidt in Spiegelung zu einander die Geschichte des jeweils Anderen. Während Lev sich auf Hebräisch als Abkömmling einer oberösterreichischen Großfamilie präsentiert, die allesamt im Nationalsozialismus engagiert waren, erzählt Friedemann Derschmidt auf Deutsch von der Ermordung seiner jüdischen Familie. Die Texte sind nicht vereinbart. Spontan versuchen Lev und Derschmidt „in die Haut des Anderen“ zu schlüpfen, was letztendlich misslingen muß und gerade darum so viel erzählt. Nicht das Gesagte selbst – oder vielleicht auch – sind das eigentlich verstörende, nein, die Irritation entsteht aus dem Dazwischen, dem Unsäglichen und der Unheimlichkeiten in der fremden Erzählung.

 

 

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